20.11. - 27.11.2010 memory cash .art and charity
„Kunst wird zu Geld“ und „Geld wird zu Kunst“ – das steht im Zentrum der Ausstellung „Memory_Cash“, zu sehen vom 20. bis 27. November 2010 im Stellwerk im Kulturbahnhof Kassel. Dabei spielt zum einen der Aspekt des Gedenkens und zum anderen das Gedächtnisspiel „Memory” eine Rolle. Erinnert werden soll an den im Sommer verstorbenen Künstler und Professor Stefan Demary, der die Leitung der Basisklasse an der Kunsthochschule Kassel inne hatte, und an den kürzlich verstorbenen Künstler Christoph Schlingensief, der als einer der genialsten Köpfe des deutschen „Kunst- und Theater-Zirkus“ gelten darf. Pressetext HBK-Kassel->
MEMCA No.1 Stellwerk Kassel 2010
In Gedenken an Christoph Schlingensief und Stefan Demary lassen Kasseler Künstler und KunststudentenGeld zu Kunst werden.
“Mit ‘Memory_Cash’ treffen künstlerischer Austausch und monetärer Austausch aufeinander. Bar, direkt, ehrlich und authentisch. Einmal mehr wird klar, dass künstlerische und finanzielle Wertschöpfung
ein unzertrennliches Paar geworden sind” (Rein Wolfs/Kunsthalle Fridericianum).
Ganz im Sinne „Kunst wird zu Geld“ und „Geld wird zu Kunst“ steht im Zentrum der Ausstellung „Memory_Cash“, zu sehen vom 20.- 27.11.2010 im Stellwerk Kulturbahnhof Kassel, die künstlerische
Auseinandersetzung mit den haptischen und ästhetischen Qualitäten von Geld; hier von 5-Euro Schein-Noten. Dabei spielt inhaltlich zum einen der Aspekt des „Erinnerns/Gedenken“ und zum anderen der
Verweis auf das Gedächtsnisspiel „Memory” eine übergeordnete Rolle. Erinnert werden soll zum einen an den im Sommer verstorbenen Künstler und Professor Stefan Demary, der die damalige Leitung der
Basisklasse inne hatte und zum anderen an den kürzlich verstorbenen Künstler Christoph Schlingensief, der als einer der genialsten Köpfe des deutschen „Kunst- und Theater-Zirkus“gelten darf.
In der Ausstellungspräsentation selbst findet sich der Verweis auf das Spiel„Memory“ derart, dass rein formal je zwei Scheine von den teilnehmenden Künstlern bearbeitet wurden, also ein Vorder- und
eine Rückseite, die jeweils aufeinander verweisen und somit ein (mögliches) Paar bilden.
Geld, welches durch die von Studierenden betriebene „St. Demary Memorial Bar“eingenommen wurde, soll nun in der Ausstellung „Memory_Cash“ durch Kunst wieder zurück in die Kunst geführt werden. In
diesem speziellen Fall in das„Festspielhaus Afrika“ in Burkina Faso, iniziiert durch Christoph Schlingensief.
Dass durch den Kauf einer künstlerischen Arbeit „vermehrte“ Geld fließt wiederum in das Projekt mit ein, wo es auch zukünftig mit Hilfe von weiteren Künstlern und Teilnehmern/Förderer in Kunst
transformiert werden soll. Somit ergibt sich eine ergebnisoffene prozesshafte Kunstform, ähnlich wie sie Christoph Schlingensief immer gedacht hatte, die maßgeblich durch die Aktion/Interaktion der
Umwelt bestimmt sein wird. An dieser können die Besucher der Ausstellung partizipieren und folglich entscheidend den qualitativen als auch quantitativen Grad der Aktion beeinflussen!
Die Idee zu der Ausstellung „Memory_Cash“, entstand als eine Art Folgeprodukt zur „St. Demary Memorial Bar” der Basisklasse Bildene Kunst auf dem Rundgang 2010 der Kunsthochschule Kassel. Im Zuge der Bewirtschaftung der Gäste auf der Jahresausstellung konnte dort in fleißiger Zusammenarbeit Geld eingenommen werden, welches die Grundlage des jetzigen Projektes bildet.